Equipment: Gitarren, Verstärker und Effekte...

Womit alles begann: Die erste Höfner-Wandergitarre (No. 487, Baujahr ca. 1960), als Geschenk bekommen von Vetter Leonhard aus Amberg zu Weihnachten 1964 – und im April 1965 konnte ich A-Moll greifen und zumindest den Anfang von "House Of The Rising Sun" spielen. Was war ich stolz...:)


Höfner  173, Baujahr 1964,  gespielt von 1968 – 1970;  unverändert belassen. Der Korpus war nicht lackiert, sondern mit weißem Kroko-Plastik bezogen und mit schwarzen Streifen umfasst – nix Bio! Aber: Der Einstieg in die Welt der Elektro-Gitarren!

Derr allererste Amp: Ein Dynacord, aus dem wir gnadenlos alles herausholten, was drin war: 2 Gitarren, 1 Mikro – und alles voll aufgedreht! BEAT-Sound vom  – gefühlt – feinsten ;)

Kurz darauf ausgetauscht durch einen viel lauteren HOHNER-Verstärker. Aber noch immer mussten wir lästigerweise alle Gitarrenkabel umlöten auf die deutschen DIN-Stecker, weil hier keine Klinkenbuchsen dran waren. Aber es gab Hall und Vibrato – z.B. für "Crimson & Clover"!


Hoyer Les Paul,  Baujahr 1969, gespielt von 1970 – 1973;  unverändert belassen. Diese Gitarre hatte endlich eine wirklich beeindruckend gute Saitenlage. Klang trotz großem Gewicht etwas dünn, aber war ein großer Schritt nach vorne!


Bei "Top Hole"  ab 1969 kurzer Ausflug in die Bassisten-Welt:

GIMA Bass, Baujahr ca. 1965, gespielt von  1969 - 1971 – mit zwei Filtron-ähnlichen PickUps, unverändert belassen. Schöner, konturierter Ton, der sich gut durchsetzte – aber eine Saitenlage, die sich nicht in Millimeter, sondern eher schon fast in Centimeter messen ließ...!

Als Bassanlage diente diese Echollette-Kombination, bei der allerdings sehr schnell die Endstufenröhren an Leistung verloren und immer wieder ausgetauscht werden mussten. Weiß bis heute nicht, warum die nie länger als drei Monate hielten...

Dann der Quantensprung ins Profi-Klanguniversum: 1971 bei Alfred Koutny am Alter Markt in Köln eine neue E-Gitarre gekauft: "Hier, Jung, nimm die – ist zwar schon alt, tut´s aber noch!".

Eine Gibson SG Standard Bauj. 1968, wie neu und praktisch unbenutzt. Preis: 1.200,-DM, abzuzahlen in monatlichen 70,--Raten.

Was für ein Klang, habe selten wieder solch ein Glücksgefühl erlebt wie damals, als ich in einem spontanen kleinen Konzert noch am gleichen Nachmittag die SG erstmalig anschloss – und hörte, fühlte, spielte & spielte. So machen es also die Großen...

Dazu in derselben Woche – per abenteuerlicher Trampfahrt in Amsterdam organisiert – ein CLEAN CITY 140W Gitarren-Verstärker (All-Tubes: 3x ECC 83 + 4x EL 34, 595,- Gulden) plus einer CLEAN CITY 4x12 (Celestion G 12H, 799,- Gulden) Gitarrenbox. Sah ziemlich handgemacht aus, war aber höchst stabil – und plötzlich klang alles super!!

 

(Historisch nicht ganz korrekte) Infos zu "Clean-City" aus dem Netz (2003):

Voor de oudere jongeren onder ons wie kent deze roemruchte nederlandse merken nog. London City is verre weg de bekendste die mooie gitaar versterkers en 4 x 12" kast eronder en liever 2 (de toren dus) koste in 1971 precies 3200 gulden met echte Celestion G12 H luidsprekers (greenbacks dus!)
De Power City werd verkocht door Muziekhandel Sacksioni op de Ruysdealkade
in Amsterdam en om de volgende merken gaat het mij:
Clean City, en de latere naam met de komst van de nieuwe lijn Super City die
door de Firma v. Kessel gebouwd werden in de v. Ostadestraat 66hs te Amsterdam.

 

 Die offizielle Preisliste vom Sommer 1971! Im MusikExpress waren kleine Anzeigen geschaltet, die auf diese Verstärker und die zugehörigen Boxen mit ihren enorm günstigen Preisen hinwiesen. Holländische Gulden waren damals nochmals deutlich günstiger als deutsche DM, insofern waren es also wirklich gute Preise im Vergleich zu den englischen Originalen a la Marshall, Laney oder Hiwatt.

Allerdings war der Laden geschlossen, als wir hinkamen und daher musste eine Nacht in Amsterdam verbracht werden. Ohne Geld und überhaupt. Am Hauptbahnfhof zwischen all den Freaks und Hippie-Touristen war noch Platz, bis einen die Polizei verscheuchte. Um 9:00 machte der Shop auf – und dann ging es mit diesen riesigen (und sehr schweren) Teilen im Gepäck auf den langen, langen Tramper-Weg zurück ins heimische Bonn...


Kurzfristig umgestiegen mit der gesamten Band auf KUSTOM-Amps: Gepolstert, voll transistorisiert, lebenslange Garantie – aber ein Sound zum Davonlaufen: Nach wenigen Wochen wieder alles abgestoßen...


Über diverse Umwege kam irgendwann um 1974 ein LANEY "Supergroup Mk. II" 50 Watt-Amp ins Spiel – in Hamburg gebraucht erstanden, angeblich dort von einem Tony Iommi in Zahlung gegeben...

Der zusammen mit einer 4x12 LANEY-Box (mit Goodman-Speaker) war die Grundlage für endgültig amtlichen Sound, der auch richtig laut sein konnte!


Anfangs nutzte ich ein (konstant in Mittelstellung angeschaltetes) WahWah-Pedal zur Sound-Verbesserung, dann fiel mir durch Zufall beim ORANGE-Vertrieb (München) auf der Frankfurter Musikmesse ein Übungsverstärker namens MINIX auf (nachempfunden dem amerikanischen PIGNOSE), den ich ab dann als Vorverstärker nutzte. Kleines Teil, mächtiger Klang!!