Kashmir – Led Zeppelin Tribute  1990 – 1995

Vom Zep-Fan Volkmar Kramarz aufgebaut, wirkte die Bonn/Köln/Düsseldorfer Band vor allem in Köln, spielte in Bonn aber so wichtige Gigs wie R(h)einkultur und mehrere Male in der Biskuithalle.

Kashmir coverte anfangs konsequent Led Zeppelin und trat damit – “Earnest, unserem großen Gönner sei Dank!” – als Support von beispielsweise Steppenwolf, Heroes del Silencio und John Mayall auf. Die Band nahm 1992 eine erste private CD auf, jetzt auch mit zeppelinesken eigenen Songs, und produzierte später noch Material für eine zweite Scheibe, die allerdings nie veröffentlicht wurde. Mit all diesem Stress im Hintergrund verlobten sich 1994 ziemlich überraschend Sängerin Ingeborg Mackenthun und Drummer Gerd Sagemüller (heute beide bei Kozmic Blue), woraufhin es endgültig einen Riesenstreit in der Gruppe gab – und damit war die Kashmir-Geschichte gelaufen…  (aus: Rope Schmitz: “Bonner Rock Lexikon”)

 

Besetzung: Ingeborg Mackenthun (voc), Volkmar Kramarz (g, voc), Detlef Köhne (b), Gerd Sagemüller (dr)

Hier sind diverse Ausschnitte und Samples aus der Kashmir-Zeit mit rückblickenden Kommentaren:

 

Lords of the light Unser Live-Intro bei Kashmir, erst mitten drin kam Ingeborg auf die Bühne. Gitarre tiefgestimmt, ordentlich Echo drauf – und speziell bei diesem Stück hatte ich immer einen deutlichen Anflug von weiterführenden Zep-Inspirationen.

 

I really don´t care Mein allererster Song für Kashmir: Ich saß gerade im Bus vom WDR-Büro zum Proberaum, ging so meine letzten Ideen durch und plötzlich dachte ich an ein Riff von Gary Moore, das er so als Fingerübung immer gerne auf neuen Gitarren einsetzte: E – G – e – dg e – sehr Peter Green-artig. Danach klang es dann bei mir und Kashmir nicht mehr, aber immerhin machten wir ein echtes Werk daraus, so im Stil von “How many more times” – mit Taktwechseln, Breaks und Übergängen ohne Ende…

 

Every breath you take Zum ersten Mal wollten wir bei der zweiten CD mit Produzenten Uli Poesselt mal nicht einen Zep-Klassiker covern, sondern eben diesen Song von Police: Klang dann aber doch wieder ganz schnell so, wie wir Page & Co hörten...

 

Angelwing gehört zu den 5 Stücken u.a. “Gates” und “Gimmie your love”, die für die zweite CD vorgesehen waren: Super produziert (aber nur hastig gemischt), mit irrsinnigem Aufwand eingespielt und zusammengetragen – und dann im Zuge von Bandbesetzungsumstellung, Grippeerkrankungen und Tantiemen-Zankereien für immer im Studio liegen geblieben. Später spielten Ingeborg und Gerd es für ihre Band Kozmic Blue bei einer Live-Platte ein. Im Studio fügte ich dann noch – quasi als Studio-Musiker – das Bottleneck-Solo hinzu...

Videos KASHMIR

Give Me All Of Your Love (von 1994) stammte aus der Poesselt-Produktion und sollte die erste Single werden.

Die Video-Aufnahmen dazu entstanden an den unterschiedlichsten Locations: Im Kölner WDR Sendesaal, im WDR Studio Annostraße, auf einem Kölner Friedhof, bei einer Tatoo-Session und nicht zuletzt in der Kölner Sporthalle, wo die Bühne vorbereitet war für den abendlichen BAP-Auftritt. Wir durften schnell – ohne Bassist Detlef, der schaffte es nicht rechtzeitig – ein wenig posen in grandioser Umgebung...

 

Der C&A-Jingle (Ausschnitt aus I Really Don´t Care) war 1994 Teil einer Werbeaktion mit hoffnungsvollen jungen Bands, wozu auch wir den Zutritt per Wettbewerb gewonnen hatten. Fand dann eine Nacht lang irgendwo hinter Düsseldorf statt – und meine drei kleinen Kids durften im künstlichen Nebel mit Fahnen und Fackeln die Treppe hoch und runter steigen...